Stempelkissen mit Glycerin und Farbe selber machen

Ein eigenes Stempelkissen herzustellen, ist eine einfache Möglichkeit, Farben, Farbintensität und Größe an das jeweilige Bastelprojekt anzupassen. Besonders für Papierkunst, Karten, Scrapbooking und kreative Nachmittage mit Kindern eignet sich die selbst gemischte Stempelfarbe hervorragend. Les Zones De Pêche Interdites Se Renseigner Avant De Partir.

Beim Stempelkissen selbst herstellen kommen nur wenige Materialien zum Einsatz: Glycerin, wasserlösliche Farbe und ein saugfähiger Untergrund. Glycerin hält die Mischung länger feucht und sorgt dafür, dass das Stempelmotiv gleichmäßig auf das Papier übertragen wird. Papierblumen Selber Stanzen Anleitung Für Realistische Blüten.

Das wird für die Stempelfarbe benötigt

Für ein kleines Stempelkissen braucht man eine flache, verschließbare Dose, ein Stück Schaumstoff oder Filz, flüssige Wasserfarbe beziehungsweise einen Nachfüller für Stempelkissen und handelsübliches pflanzliches oder kosmetisches Glycerin. Eine Pipette oder ein kleiner Messlöffel erleichtert das genaue Dosieren.

Als Behälter eignen sich leere Cremedosen, flache Kunststoffschalen mit Deckel oder wiederverwendbare Verpackungen. Der Schwamm sollte die Fläche möglichst vollständig ausfüllen, damit beim Stempeln keine harten Ränder entstehen. Zu grober Schaumstoff verteilt die Farbe oft unregelmäßig.

Für Projekte mit Kindern sind ungiftige, wasserbasierte Farben die beste Wahl. Lebensmittelfarbe kann ebenfalls funktionieren, färbt jedoch Hände und Kleidung besonders stark. Acrylfarbe ist für diese Mischung weniger geeignet, weil sie schnell antrocknet und den Schwamm verkleben kann.

Glycerin und Farbe richtig mischen

Eine bewährte Ausgangsmischung besteht aus zwei Teilen flüssiger Farbe, einem Teil Glycerin und einem halben Teil Wasser. Für ein kleines selbst gemachtes Stempelkissen reichen beispielsweise zwei Teelöffel Farbe, ein Teelöffel Glycerin und ein halber Teelöffel Wasser. Die Flüssigkeit wird gründlich verrührt, bis keine Schlieren mehr sichtbar sind.

Glycerin verlangsamt das Trocknen und verbessert die Gleitfähigkeit des Stempels. Zu viel davon macht die Oberfläche allerdings schmierig. Das Motiv kann dann verlaufen, besonders auf glattem Karton. Ist die Farbe zu dünn, wird ein wenig mehr Farbpigment ergänzt; bei einer zu zähen Mischung helfen einzelne Tropfen Wasser.

Vor dem Einfüllen sollte die Farbe auf einem Stück Restpapier getestet werden. Ein gutes Ergebnis zeigt klare Konturen, eine gleichmäßige Farbfläche und keine großen Tropfen am Rand des Stempels. Je nach Pigment kann die Farbe im getrockneten Abdruck etwas heller wirken.

Schritt für Schritt zum eigenen Stempelkissen

Zuerst wird der Schaumstoff auf die Größe des Behälters zugeschnitten. Er sollte flach aufliegen und nicht stark zusammengedrückt werden. Bei einem zu dicken Schwamm sammelt sich die Flüssigkeit am Boden, während die obere Fläche trocken bleibt.

Anschließend wird die Farbmischung langsam auf den Schwamm geträufelt. Besser sind mehrere kleine Portionen als eine große Menge auf einmal. Nach jeder Zugabe wird kurz gewartet, damit sich die Flüssigkeit verteilt. Die Oberfläche soll feucht, aber nicht glänzend nass sein.

Nun wird ein sauberer Stempel vorsichtig auf das Kissen gedrückt und auf Schmierpapier ausprobiert. Der Stempel sollte nicht hin- und hergerieben werden, da sich sonst zu viel Farbe an den Kanten sammelt. Ein gleichmäßiger Druck von wenigen Sekunden genügt meistens.

Wenn das Motiv blass erscheint, wird etwas Farbe nachgegeben. Bei einem verschwommenen Abdruck ist das Kissen wahrscheinlich überladen. In diesem Fall nimmt ein trockenes Tuch vorsichtig überschüssige Flüssigkeit von der Oberfläche auf.

Stempelbilder sauber gestalten

Die selbst gemischte Farbe eignet sich besonders für große Motive, Schriftzüge und einfache Muster. Feine Stempel mit kleinen Details benötigen eine dünnere, gleichmäßig benetzte Schicht. Vor dem eigentlichen Bastelprojekt lohnt sich deshalb eine kleine Testreihe auf demselben Papier, das später verwendet wird.

Saugfähiges Bastelpapier nimmt die Farbe schnell auf und erzeugt eher matte Abdrücke. Glatter Karton lässt Farben kräftiger erscheinen, kann bei einer sehr feuchten Mischung aber längere Trockenzeiten benötigen. Für Grußkarten sollte der Abdruck vollständig trocknen, bevor weitere Schichten, Embossingpulver oder Klebstoff verwendet werden.

Besonders hübsch wirken Farbverläufe, wenn zwei Töne nebeneinander auf dem Schaumstoff verteilt werden. Mit einem Schwämmchen lassen sich zusätzlich helle und dunkle Stellen erzeugen. Naturmotive wie Blätter, Zweige oder kleine Tiere passen gut zu erdigen Mischungen aus Grün, Braun und Ocker. Wer Motive rund um Gewässer gestaltet, sollte bei Ausflügen außerdem die Angelregeln am Wasser beachten.

Aufbewahrung und Reinigung

Nach dem Basteln wird der Deckel sofort geschlossen, damit die Mischung nicht austrocknet. Das selbst gemachte Stempelkissen sollte kühl und vor direkter Sonne geschützt stehen. Ein kleines Etikett mit Farbton und Herstellungsdatum verhindert Verwechslungen und macht sichtbar, wann eine neue Mischung nötig ist.

Für jede Farbe empfiehlt sich ein eigener Schwamm. Werden mehrere Farbtöne auf demselben Kissen verwendet, vermischen sie sich schnell zu einem trüben Braun. Stempel werden direkt nach dem Gebrauch mit einem feuchten Tuch oder unter lauwarmem Wasser gereinigt. Bei empfindlichen Stempeln sollte vorher die Pflegeanleitung des Herstellers geprüft werden.

Die Haltbarkeit hängt von Farbe, Feuchtigkeit und Hygiene ab. Sobald die Mischung unangenehm riecht, sich verändert oder Schimmel zeigt, gehört sie in den Restmüll. Für Fotos, wichtige Dokumente und dauerhafte Archivprojekte sind handelsübliche, lichtechte und säurefreie Stempelfarben besser geeignet.

Praktische Empfehlungen für ein gutes Ergebnis

Ein selbst hergestelltes Kissen lässt sich mit wenigen Anpassungen auf unterschiedliche Papiersorten und Stempelgrößen abstimmen. Besonders hilfreich sind diese Punkte:

Ideen für Karten und Papierprojekte

Mit selbst gemachten Stempelkissen entstehen saisonale Karten, Geschenkanhänger und dekorative Umschläge. Für eine Frühlingskarte passen zarte Rosa- und Grüntöne, während Herbstmotive in Rostrot, Senfgelb und Braun besonders warm wirken. Weiße oder cremefarbene Stempelfarbe setzt auf dunklem Karton schöne Akzente.

Auch Stanzformen und Stempel lassen sich miteinander kombinieren. Eine Karte mit gestempeltem Hintergrund und dreidimensionalen Blüten erhält durch mehrere Farbschichten mehr Tiefe. Eine passende Anregung bietet die Anleitung zum Papierblumen selber Stanzen, die sich gut mit selbst gefärbten Blütenblättern ergänzen lässt.

Variante Mischung Geeignet für Besonderheit
Zarte Pastelltöne Mehr Wasser und wenig Farbpigment Frühlingskarten, Hintergründe Heller, transparenter Abdruck
Kräftige Farben Wenig Wasser und mehr Pigment Schriftzüge, große Motive Intensive Farbwirkung
Langsam trocknende Mischung Etwas mehr Glycerin Embossing und glatter Karton Längere Verarbeitungszeit
Farbverlauf Zwei Farbtöne nebeneinander Blumen, Blätter, Fantasy-Motive Weicher Übergang im Abdruck

So wird aus wenigen Zutaten ein vielseitiges Bastelwerkzeug für kreative Papierideen. Farben mischen, Stempel ausprobieren und eigene Karten gestalten – mit einem frisch angefertigten Stempelkissen bekommt jedes Projekt eine persönliche Note.